ECCA Nepal: Hilfsmassnahmen nach dem Erdbeben und Dank an alle Unterstützer

Das verheerende Erdbeben der Stärke 7.8 auf der Richterskala vom April 2015 verursachte in Nepal grosses Leid.

In dieser schwierigen Situation hat unser Projektpartner in Nepal, ECCA, auf bewundernswerte Weise dazu beigetragen, mit wirksamen Sofortmassnahmen effizient Hilfe zu leisten.

In diesem kurzen Video erläutert ECCA die Hilfsmassnahmen und bedankt sich bei allen Partnern und Organisationen für ihre Unterstützung.

Alex Kayser 1949–2015

Selfportrait, 1966 – First portrait with first camera, Kodak Instamatic 100
Selfportrait, 1966 – First portrait with first camera, Kodak Instamatic 100
Das dropforlife-Vereinsmitglied Alex Kayser ist Ende Juli, für alle überraschend, in seiner Wahlheimat New York City an einer Hernie gestorben.
Kurz vor seinem Tod hatte ich noch Kontakt mit Alex. Er skypte mich am 21. Juli nach dem Mittag an und sagte mir, dass er eine Hernie habe. Meine Frage, ob er er beim Arzt war, bejahte er zwar, meinte aber gleichzeitig, dass er den Ärzten in den USA nicht vertraue. Er würde gerne mit einem Schweizer Arzt sprechen. Ein verwandter Arzt von Alex versuchte, ihn zu erreichen – leider vergeblich. Auch ich konnte ihn nicht mehr erreichen, neben vielen anderen Personen, die es ebenfalls versucht haben. 1 1/2 Tage später später rief ich seinen Bruder in Basel an und bat ihn, das Schweizer Konsulat in New York zu benachrichtigen, was er auch sofort tat. Das Konsulat selber wurde aber nicht aktiv. Niemand hatte einen Schlüssel, und so war es nicht ganz einfach, in Alex’ Loft in TriBeCa zu kommen. Am letzten Montagmorgen, nachdem die Polizei gerufen wurde, konnte man nur noch Alex’ Tod feststellen.

Alex war ein guter Freund. Ich wohnte in den letzten Jahren jeweils im September für drei Wochen bei ihm, war oft mit ihm unterwegs, genoss die Stadt und den Indian Summer.

Der Kunstfotograf Alex Kayser war bei dropforlife für die interne Webplattform «Drop Intern» zuständig. IT-Technologie war neben der Fotografie seine zweite Leidenschaft.

Alex hatte ein erfülltes und intensives Leben. Er erlebte und lebte die ganzen wilden 1970er und 1980er Jahre in New York und hatte alles vor der Linse, was Rang und Namen hatte.

Ein Künstler und Lebenskünstler hat uns verlassen …

R.I.P.

Sorge und Betroffenheit wegen Erdbeben in Nepal

dropforlife ist hinsichtlich des schweren Erdbebens in Nepal sehr besorgt und betroffen. Das schreckliche Ereignis vom 25. April 2015 betrifft über 8 Millionen Personen und hat bisher über 7000 Menschenleben gefordert.

Umso erleichterter sind wir, zu hören, dass es unseren Partnern von ECCA (Environmental Camps for Conservation Awareness) den Umständen entsprechend gut geht und diese ihre wertvolle Arbeit, die in diesen Tagen wichtiger denn je ist, fortführen (siehe unser WATASOL-Projekt mit ECCA). ECCA hält fest, dass durch die rapide Verschlechterung der Lebensumstände und die prekäre hygienische Lage auch die Gefahr von Erkrankungen durch verseuchtes Wasser stark gestiegen ist. Aus diesem Grund setzt ECCA die Produktion von WATASOL-Chlorinlösung zur Wasserdesinfektion fort und versucht den erhöhten Bedarf zu decken. Daneben engagiert sich ECCA auch durch die Verteilung anderer dringend benötigter Hilfsgüter in den betroffenen Gebieten.

Wir sind von der bewundernswerten Arbeit, die ECCA in dieser schwierigen Zeit leistet, sehr beeindruckt und sichern unsere weitere Unterstützung zu.

Links zum Engagement von ECCA:
ECCA-Homepage
Facebook-Seite von ECCA
ECCA-Blog

Virtuelles Wasser real konsumiert – ohne nasse Hände

In der Schweiz werden pro Tag und Kopf in einem durchschnittlichen Haushalt rund 160 Liter Wasser verbraucht. Davon dürften je nach persönlichem Verhalten locker rund 30% alleine auf das Spülen der Toilette entfallen.

In diesen 160 Liter Wasser nicht mitgerechnet ist der Verbrauch von so genanntem «virtuellem Wasser», will heissen von Wasser, das für die Produktion von Verbrauchsgütern und Dienstleistungen erforderlich ist. Für die Herstellung eines Kilos Reis sind beispielsweise 2‘500 Liter Wasser nötig, für die Produktion der gleichen Menge Baumwolle braucht es 10‘000 Liter. Wird dieses virtuelle Wasser mitgerechnet, liegt der Wasserverbrauch in unserem Land pro Person und Tag bei 4‘187 Litern. Davon stammen nur 18% aus Schweizer Wasserressourcen, der Rest wird also «zusammen» mit den verschiedensten Gütern importiert (und dies meist nicht im flüssigen Aggregatszustand). Diese Zahlen stammen aus einem gemeinsamen Bericht über den Wasserfussabdruck der Schweiz von DEZA und WWF in Zusammenarbeit mit der interdepartementalen Gruppe IDANE Wasser.

Virtuelles Wasser. Lassen wir uns diesen Begriff einmal auf der Zunge zergehen. Virtuell bedeutet etwa «nicht echt, nicht in Wirklichkeit vorhanden, aber echt erscheinend». Wir verbrauchen also Unmengen an virtuellem Wasser in der Schweiz. Und davon gehören über 80% gar nicht uns …

Gerade im Bewusstsein darum, dass der Begriff durch einen renommierten englischen Geografen geprägt wurde, soll das Wortspiel zum Denken anregen. Wir verwenden in unseren Breitengraden das kostbare Nass mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit. Zuhause wird der Hahn aufgedreht zum Duschen, Waschen, Putzen oder Kochen. Und sind wir ehrlich zu uns selber: Wissen wir überhaupt, wie viel Wasser wir jeweils für die einzelnen Tätigkeiten verwenden? Benötigen wir für‘s Toiletten spülen tatsächlich 30% unseres sicht- und spürbaren Wasserbedarfs?
Virtuell = echt erscheinend … Natürlich wird das virtuelle Wasser aber auch real verbraucht. In welchen Ländern und unter welchen Umständen ist oftmals nicht bekannt. Wir machen uns zuhause beim Verbrauch von virtuellem Wasser nicht einmal die Hände nass. Denn der Pullover aus Baumwolle ist staubtrocken, obwohl dafür Wasser in vier- bis fünfstelliger Anzahl Litern verbraucht wurde.

Was können wir gegen die Eindämmung des virtuellen Wasserverbrauchs tun? Leider noch nicht allzu viel. Standards fehlen, welche den Begriff des Wasserfussabdrucks von einzelnen Produkten klar definieren und so helfen würden, die Problematik auf breitem – auch politischem Terrain – zu diskutieren und Massnahmen zu definieren. Doch ganz handlungsunfähig sind wir trotzdem nicht: Kaufen wir regionale Produkte ein. Installieren wir wassersparende Armaturen-Aufsätze. Verringern wir unseren Fleischkonsum. Diskutieren wir über Wasser. Trinken und geniessen wir es. Doch denken wir daran: rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit müssen mit weniger als 50 Liter Wasser pro Tag für den persönlichen Bedarf auskommen.

Ein Gedanke zum Schluss: Der Wasserverbrauch nimmt beispielsweise in afrikanischen Länder deutlich ab, je länger die Distanz ist, auf welcher Wasser zu Fuss transportiert werden muss – umgekehrt nimmt der Verbrauch überproportional zu, je besser das Transportsystem ausgebaut ist. Ganz real.

Weiterführende Links
Wasserfussabdruck.org
virtualwater.eu
Virtual Water App (iPhone)

Attraktives Leitungswasser

Nereide
Die Nymphe Nereida, in der griechischen Mythologie Tochter von Meeresgott Nereus, ist lieblich, rein und ohne Tadel – wie unser Leitungswasser.
Ganz allgemein sind bei uns viele Vorteile mit dem Trinken von Leitungswasser verbunden – anstelle des Konsums von Flaschenwasser, wie er von Gaststätten noch oft gefördert wird:

Qualität: Wasser, unser Lebensmittel Nummer eins, wird mit einer bewährten Pipeline direkt ins Haus geliefert: Geschmacks- und farbneutral, streng qualitätsgeprüft, ohne Risiken von chemischen Plastik-Weichmachern.

Ökologisch: Konsumieren, ohne zu einer zur ökologische Katastrophe beizutragen: Geschätzte 89 Milliarden Liter Wasser werden pro Jahr in Plastikflaschen verkauft. In den USA sind es ca. 1000 Flaschen pro Sekunde, wovon 80% nicht wiederverwendet werden.

Flaschenwasser belastet die Umwelt ca. 1000 x mehr als Leitungswasser: dies durch die benötigte Energie und verwendete Rohchemikalien bei der Flaschenproduktion und insbesondere beim anschliessenden Transport zum Konsumenten.

Nach Verwendung dauert der Abbau von Plastik dann noch ca. 500 Jahre – insbesondere für die Meerestiere eine Katastrophe.

Ökonomisch: Leitungswasser kostet nur etwa 1% von Flaschenwasser.

Sei dabei: Leitungswasser schont dich, deinen Geldbeutel und die Umwelt!

Dass Leitungswasser nicht nur attraktiv ist, sondern sogar «erotisch» sein kann, zeigt Superstar Rihanna im Rahmen dieser UNICEF-Kampagne (siehe Film).